Deutscher Turner-Bund hat sich neu aufgestellt

175 Jahre nach seiner Gründung in Hanau fand der diesjährige Deutsche Turntag wiederum in Hanau statt. Die Delegierten des Bremer Turnverbandes – Präsidentin Ingelore Rosenkötter, Vizepräsidentin Corinna Wiatrek und Geschäftsführer Matthias Wiatrek  – sollte an den zwei Sitzungstagen  17./18. November 2023 zahlreiche, teilweise sehr kontrovers geführte Diskussionen und eine umfangreiche Beschlussfassung über eine neue Satzung des Deutschen Turner-Bundes (DTB) erwarten. Bereits in einigen vorhergehenden –  teils digitalen – Arbeitssitzungen der Präsident*innen und Geschäftsführer*innen war um die zukünftige Ausrichtung des Spitzenverbandes und damit um die Satzung heftig diskutiert worden. Es geht nicht weniger als um eine strukturelle und strategische Neuausrichtung des Verbandes. Wesentlicher Punkt: es soll zukünftig ein ehrenamtliches Präsidium und einen hauptberuflichen Vorstand geben, um den Herausforderungen und Notwendigkeiten eines modernen Spitzenverbandes im Deutschen Sport entsprechend begegnen zu können?

Sehr ausführlich hat sich auch das BTV-Präsidium an den Entwicklungsschritten zur neuen Satzung beteiligt und eingebracht. Am Ende des rund acht Stunden dauernden Turntages stand ein deutliches Votum für diese Neuaufstellung des Turnerbundes. Zu seinem Präsidenten wurde erneut Dr. Alfons Hölzl gewählt. Und im Nachgang des Turntages wurden bereits der bisherige Generalsekretär Kalle Zinnkann und der bisherige Direktor Spitzensport Thomas Gutekunst zum hauptberuflichen Vorstand nach § 26 BGB bestellt. Eine dritte Vorstandsposition wird derzeit ausgeschrieben  und soll vorrangig mit einer Frau besetzt werden.

Mit der neuen Satzung werden die Organe des Deutschen Turner-Bundes (DTB) wie folgt sein: Deutscher Turntag – Präsidium  – Vorstand – Bundesschiedsgericht; ein Hauptausschuss ist nicht mehr vorgesehen. Die Landesturnverbände werden wesentlich ihre Vor-Beratungen im Verbandsrat führen, sich in den Fachgremien einbringen können  und beim Deutschen Turntag ihre Stimmen ausüben. 

Im Zusammenhang mit der Satzungsdiskussion entwickelte sich eine recht emotional geführte Diskussion um die Einbeziehung der Deutschen Turnjugend (DTJ).  Ein Antrag der DTJ sah vor, neben dem hauptberuflichen Vorstand des DTB auch ein Organ „besonderer Vertreter*in der DTJ“  zu installieren. Grundsätzlich wurde von der Versammlung eine stärkere Berücksichtigung der DTJ bejaht, jedoch erwies sich dieser Antrag in all seinen Konsequenzen nicht wirklich durchdacht. Das Thema soll nun in den nächsten Verbandssitzungen weiter erörtert werden.

Da der Bremer Turnverband leider zurzeit nicht über eine aktive und gewählte Turnjugend verfügt,  werden wir auf Grund der neuen DTB-Satzung zukünftig eine Delegiertenstimme – die eben der Turnjugend vorbehalten ist – verlieren. Das ist sehr schade. Daher verbinden wir diesen Bericht über den Deutschen Turntag auch mit dem Appell an unsere jungen Turnerinnen und Turner, sich gerne aktiv in die Verbandsarbeit des Bremer Turnverbandes mit einzubringen. Es gibt auch aus der Deutschen Turnjugend zahlreiche interessante Projekte, die sich lohnen würden in Bremen und Bremerhaven umzusetzen. Also sprecht uns an!

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